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Wenn morgen Wahlen wären: Aktuelle Wahlumfragen & Sonntagsfrage 2025

Maximilian Tim Wagner Schulz • 2026-05-13 • Gepruft von Hannah Fischer

Kaum eine Frage polarisiert so sehr wie die nach der aktuellen Parteipräferenz. „Wenn morgen Wahlen wären“ – das klingt nach einer konkreten Prognose, ist aber vor allem ein Stimmungsbarometer. Wir erklären, was die Sonntagsfrage wirklich aussagt, wie die Institute arbeiten und warum die Antworten oft auseinandergehen.

Anzahl der regelmäßigen Umfrageinstitute: 6 (Forsa, INSA, Infratest dimap, YouGov, Allensbach, GMS) ·
Aktuelle Forsa-Sonntagsfrage: AfD stärkste Kraft (laut Statista) ·
Nächste reguläre Bundestagswahl: Voraussichtlich 2025

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • Nächste Bundestagswahl voraussichtlich 2025 (Wahlrecht.de (Archiv)).
  • Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen, Brandenburg im September 2024 (Wahlrecht.de (Wahltermine)).
  • Wöchentliche Aktualisierungen der Umfragen (Dawum.de (Aggregator)).
4Wie es weitergeht

Sechs große Institute, sechs Methoden – und dennoch ein gemeinsamer Trend. Die folgende Tabelle fasst die zentralen Kennzahlen der aktuellen Umfragelandschaft zusammen.

Kennzahl Wert Quelle
Nächste reguläre Bundestagswahl voraussichtlich 2025 Wahlrecht.de (Wahltermine)
Anzahl der etablierten Umfrageinstitute 6 (Forsa, INSA, Infratest dimap, YouGov, Allensbach, GMS) Wahlrecht.de (Übersicht)
Typische Stichprobengröße 1.000–2.000 Befragte Ipsos (Methodik)
Durchschnittliche Fehlertoleranz ca. 2–3 Prozentpunkte Dawum.de (Fehlertoleranz)
Ipsos-Sonntagsfrage Mai 2026: AfD 26 % Ipsos (aktuelle Umfrage)
Ipsos-Sonntagsfrage Mai 2026: Union 23 % Ipsos (aktuelle Umfrage)
Ipsos: Grüne 14 % Ipsos (aktuelle Umfrage)
Ipsos: SPD 13 % Ipsos (aktuelle Umfrage)
Ipsos: Linke 12 % Ipsos (aktuelle Umfrage)
Forsa-Sonntagsfrage: AfD 24 % Statista/Forsa (aktuelle Daten)
Forsa: Union 25 % Statista/Forsa (aktuelle Daten)
Forsa: Grüne 12 % Statista/Forsa (aktuelle Daten)

Was diese Zahlen zeigen: Die AfD liegt in beiden aktuellen Erhebungen vorn, die Union folgt knapp dahinter. Die SPD und die Grünen kämpfen um Platz drei – ein deutliches Zeichen für die Fragmentierung der Parteienlandschaft.

Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre – was würde das bedeuten?

Die hypothetische Frage „Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre“ wird regelmäßig in den Bundesländern gestellt. Die Antwort variiert stark – je nach Region, politischer Großwetterlage und aktuellen Ereignissen. Wahlrecht.de (unabhängiges Wahlportal) bietet eine Übersicht der Landtagswahl-Umfragen.

Aktuelle Umfragen zu den Landtagswahlen

  • In Sachsen lag die AfD laut Umfragen vor der Landtagswahl September 2024 bei rund 30 % (Wahlrecht.de (Sachsen)).
  • Thüringen: AfD zeitweise über 30 %, CDU und Linke knapp dahinter (Wahlrecht.de (Thüringen)).
  • Brandenburg: SPD knapp vor AfD in den Umfragen vor der Wahl 2024 (Wahlrecht.de (Brandenburg)).

Vergleich der Bundesländer

Die Unterschiede sind oft dramatisch: In Ostdeutschland liegt die AfD regelmäßig vorn, während in Westdeutschland Union und Grüne stärker abschneiden. Diese regionalen Muster sind für die Koalitionsbildung zentral.

Was dies bedeutet

Die Landtagswahl-Umfragen zeigen, dass die politische Stimmung bundesweit auseinanderdriftet. Für die Parteien heißt das: Ein Wahlkampf, der im Osten funktioniert, kann im Westen verpuffen.

Die Konsequenz: Die Antwort auf die Sonntagsfrage hängt massiv vom Bundesland ab – und ist kein verlässlicher Indikator für die Bundestagswahl.

Was sagt der Politbarometer heute?

Der Politbarometer des ZDF, erhoben von Infratest dimap (Meinungsforschungsinstitut), erscheint monatlich und misst die Parteipräferenz der deutschen Wahlberechtigten. Die aktuellen Werte sind auf tagesschau.de (Nachrichtenportal) und auf wahlrecht.de abrufbar.

Ergebnisse der aktuellen Politbarometer-Umfrage

Trends im Zeitverlauf

Die Union verliert seit der Bundestagswahl 2025 stetig an Zustimmung, während die AfD zulegt. Das Politbarometer zeigt hier eine langfristige Verschiebung – von einer Volksparteiendemokratie hin zu einem fragmentierten Parteiensystem.

Der Trend bestätigt sich: Die etablierten Parteien verlieren, die Ränder gewinnen. Das Politbarometer dokumentiert diesen Wandel seit Jahren.

Wie lauten die neuesten Wahlumfragen von INSA?

Das Institut INSA veröffentlicht wöchentliche Umfragen – und ist eines der wenigen Institute mit täglichen Erhebungen. Die Ergebnisse werden auf Dawum.de (Aggregator für Umfragedaten) gesammelt.

INSA-Umfrage zur Bundestagswahl

  • Laut Dawum.de: AfD 28 %, Union 22 %, Grüne/SPD je 13 % (Stand Mai 2026) (Dawum.de (INSA-Daten)).
  • Linke 11 %, FDP 4 %, BSW 3 % (Dawum.de (INSA-Daten)).

Methodik der INSA-Erhebung

INSA erhebt online und telefonisch, die Stichproben sind oft größer als bei anderen Instituten. Die hohe Frequenz erlaubt es, kurzfristige Schwankungen zu erfassen – aber auch das Rauschen ist größer.

Der Vorteil: Tagesaktuelle Daten. Der Nachteil: Die Fehlertoleranz kann bei täglichen Blitzumfragen höher sein.

Was ist die aktuelle Forsa-Umfrage?

Forsa erhebt die Sonntagsfrage wöchentlich im Auftrag von Stern und RTL. Laut Statista/Forsa (Datenportal) zeigt die aktuelle Umfrage die AfD als stärkste Kraft, dicht gefolgt von der Union.

Forsa-Sonntagsfrage im Detail

  • AfD 24 %, Union 25 % (Stand Mai 2026) (Statista/Forsa (aktuelle Daten)).
  • Grüne 12 %, SPD 15 %, Linke 10 %, BSW 4 %, FDP 3 % (Statista/Forsa (aktuelle Daten)).

Vergleich mit anderen Instituten

Forsa zeigt die Union stärker als Ipsos, aber die AfD schwächer. Die Erhebung erfolgt telefonisch und online – eine Mischmethode, die als zuverlässig gilt. Dennoch unterscheiden sich die Ergebnisse teils um mehrere Prozentpunkte von anderen Instituten.

Die Krux

Die Unterschiede zwischen Forsa und Ipsos zeigen: Die Methodik beeinflusst das Ergebnis. Wähler sollten daher nie auf ein einzelnes Institut schauen, sondern den Mittelwert mehrerer Umfragen betrachten.

Das Fazit: Die aktuelle Forsa-Umfrage bestätigt den Trend der AfD als Spitzenreiter, aber die Union liegt in dieser Erhebung noch vorne – ein Beleg für die methodischen Unterschiede.

Was ist die aktuelle Hochrechnung?

Hochrechnungen werden am Wahlabend auf Basis tatsächlicher Stimmenauszählungen erstellt – sie sind deutlich präziser als jede Vorwahlumfrage. Der entscheidende Unterschied zur Sonntagsfrage: Hier wird nicht hypothetisch gefragt, sondern gezählt.

Unterschied zwischen Hochrechnung und Sonntagsfrage

  • Sonntagsfrage: hypothetische Umfrage vor der Wahl – misst Stimmung, nicht Wahlverhalten (Ipsos (Methodik)).
  • Hochrechnung: basiert auf ausgezählten Stimmen am Wahlabend – liefert das tatsächliche Ergebnis (Wahlrecht.de (Hochrechnung)).

Wann werden Hochrechnungen veröffentlicht?

Erste Hochrechnungen erscheinen unmittelbar nach Schließung der Wahllokale. Die bekanntesten Hochrechnungen liefern ARD und ZDF auf Basis von Infratest dimap und Forschungsgruppe Wahlen. Die Sonntagsfrage ist eine hypothetische Umfrage vor der Wahl, die die Stimmung misst, aber nicht das Wahlverhalten, wie Sie Mehr lesen uber editorial nationalaffairs.co.uk nachlesen können.

Die Lehre: Wer eine verlässliche Prognose sucht, muss bis zum Wahlabend warten. Die Sonntagsfrage ist ein Stimmungsbild – mehr nicht.

Zeitleiste der wichtigsten Wahlereignisse

  • – Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen, Brandenburg (Wahlrecht.de (Wahltermine)).
  • – Bundestagswahl: Union 28,6 %, AfD 20,8 % (Wahlrecht.de (Archiv 2025)).
  • Wöchentlich – Aktualisierung der Umfragen auf wahlrecht.de und dawum.de (Dawum.de (Aktuelle Daten)).
  • Voraussichtlich 2025/2026 – Nächste reguläre Bundestagswahl (Wahlrecht.de (Wahltermine)).

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Wahlumfragen werden von mehreren unabhängigen Instituten durchgeführt (Wahlrecht.de (Übersicht)).
  • Die Sonntagsfrage ist eine hypothetische Frage nach der aktuellen Parteipräferenz (Ipsos (Definition)).
  • Umfragen haben eine statistische Fehlertoleranz von 2–3 % (Dawum.de (Fehlertoleranz)).
  • Die AfD führt in aktuellen Umfragen (Ipsos: 26 %, Forsa: 24 %) (Ipsos, Statista/Forsa).

Was unklar ist

  • Wie genau Umfragen das tatsächliche Wahlverhalten am Wahltag vorhersagen (Wahlrecht.de (Methodik)).
  • Einfluss von unentschlossenen Wählern und Nichtwählern auf die Prognose (Ipsos (Hinweis)).
  • Auswirkungen von kurzfristigen Ereignissen (Skandale, Debatten) auf die Umfragewerte (Statista/Forsa (Kontext)).

Stimmen zur Methodik

„Die Umfragen wurden nicht von uns durchgeführt, sondern von den angegebenen Unternehmen.“

– Wahlrecht.de (unabhängiges Wahlportal)

„Nach der aktuellen Sonntagsfrage von Forsa wäre die AfD stärkste politische Kraft.“

– Statista/Forsa (Datenportal)

„Die Sonntagsfrage bildet die Stimmung ab, aber sie ist keine Prognose des Wahlergebnisses.“

– Ipsos (Meinungsforschungsinstitut)

Fazit: Die Sonntagsfrage ist ein Stimmungsbarometer, keine Wahlprognose. Wähler und Medien sollten Umfragen als grobe Orientierung nutzen, aber nie als Entscheidungsgrundlage für die Wahl. Die Medien sind gefordert, transparent über methodische Grenzen und Fehlertoleranzen zu informieren.

Für die etablierten Parteien ist die Botschaft klar: Die Umfragewerte signalisieren einen tiefgreifenden Wandel der Wählerschaft. Wer weiterhin regierungsfähig bleiben will, muss auf diese Fragmentierung strategisch reagieren – oder riskiert, in der Koalitionsarithmetik künftig keine Rolle mehr zu spielen.

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Häufig gestellte Fragen

Wie oft erscheinen neue Wahlumfragen?

Die meisten Institute veröffentlichen wöchentlich oder monatlich. INSA bietet sogar tägliche Erhebungen. Die aktuellen Daten finden Sie auf Dawum.de (Aggregator).

Welches Umfrageinstitut ist am genauesten?

Es gibt kein „genauestes“ Institut. Die Treffsicherheit variiert je nach Wahl und Methodik. Ein Vergleich mehrerer Institute ist zuverlässiger als eine einzelne Umfrage.

Was ist der Unterschied zwischen Sonntagsfrage und Hochrechnung?

Die Sonntagsfrage ist eine hypothetische Umfrage vor der Wahl. Die Hochrechnung basiert auf tatsächlich ausgezählten Stimmen am Wahlabend und ist deutlich genauer.

Warum unterscheiden sich die Ergebnisse der Institute?

Unterschiedliche Methoden (telefonisch, online, persönlich), Stichprobengrößen, Gewichtungen und Frageformulierungen führen zu Abweichungen. Das ist statistisch normal.

Kann man Wahlumfragen vertrauen?

Ja, aber mit Einschränkungen. Sie messen die aktuelle Stimmung, nicht das zukünftige Wahlverhalten. Die Fehlertoleranz liegt bei 2–3 Prozentpunkten.

Wie werden die Daten erhoben?

Die meisten Institute nutzen Telefoninterviews (Festnetz/Mobil) und Online-Panels. Die Ergebnisse werden nach soziodemografischen Kriterien gewichtet.

Was bedeutet der Begriff „wenn morgen Wahlen wären“ genau?

Es ist die Standardformulierung der Sonntagsfrage: „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?“ Die Antwort gibt die aktuelle Parteipräferenz wieder – keine Prognose.



Maximilian Tim Wagner Schulz

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Maximilian Tim Wagner Schulz

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.